Skip to content
+49 (0) 8841 6784030 info@hgsecurity.eu

ÜBER MICH

IM INTERVIEW:
5 Fragen an Heike Glaßner

1

Frau Glaßner, Sie sind seit mehr als 30 Jahren im Bereich Sicherheit und Risikomanagement tätig. Ihr Ansatz ist nach diesen Jahren ein ganzheitlicher: Sie sagen, dass äußere und innere Sicherheit zusammengehören. Wie kam es zu dieser Überzeugung?

Antwort

Ich habe Jahrzehnte Erfahrungen darin gesammelt, wie man seine Firma und sich persönlich mit entsprechenden Maßnahmen schützen kann. Durch meine Ausbildung als systemischer Coach wurde mir klar, dass nur ein ganzheitlicher Ansatz echte Sicherheit geben kann. Dazu gehört zum Beispiel, was eine Person oder ein Unternehmen nach außen hin an Sicherheit ausstrahlt sowie die inneren Einstellungen, die mitunter wirkliche Sicherheit verhindern können. Echte Sicherheit entsteht nur, wenn sowohl die innere als auch die äußere Sicherheit gemeinsam gestärkt werden.

2

Von Ihren Sicherheits-Trainings profitieren ja nicht nur einzelne Personen, sondern auch die Unternehmen, die hierdurch weniger Mitarbeiterausfälle verzeichnen – zum Beispiel bei Auslandsaufenthalten. Welche Hauptrisiken gibt es bei Geschäftsreisen?

Antwort

Die Risiken auf Geschäftsreisen sind sehr vielfältig und können je nach Land sehr unterschiedlich sein. So kann es jeweils eine höhere Wahrscheinlichkeit geben, überfallen zu werden, einen Verkehrsunfall zu haben, in ein Erdbeben zu geraten oder sogar entführt zu werden. Da dies stark von den bereisten Ländern abhängt, werden meine Trainings immer individuell an die Bedürfnisse des Kunden angepasst.

 3

Die Geschäftsreisen sind durch Corona ja zurückgegangen. Was sind denn die bedeutendsten Sicherheitsrisiken innerhalb eines Landes, an den einzelnen konkreten Unternehmensstandorten, für die Sie Sicherheitsanalysen und Notfallpläne erstellen?

Antwort

Auch das ist stark vom Land, der Größe und der Lage des Unternehmens abhängig. Ein Unternehmen kann immer angreifbar für Diebstähle sein, in manchen Ländern Naturkatastrophen oder der Gefahr politischer Unruhen ausgesetzt sein. Außerdem besteht immer eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter*innen. Deshalb sollten Mitarbeiter*innen über Risiken, präventive Maßnahmen und adäquate Verhaltensweisen geschult werden. Es sollte klare interne Strukturen und Maßnahmen geben, um Risiken zu minimieren und wie zu verfahren ist, wenn ein schädigendes Ereignis eintritt. Wenn diese Notfallpläne nicht vorliegen, kann es schnell sein, dass ein Problem unnötig größer wird, die Reputation des Unternehmens geschädigt wird oder hohe finanzielle Forderungen gestellt werden. Ein immenser finanzieller Schaden kann dann entstehen.

4

Zusätzlich zu Sicherheitsanalysen- und Konzepten, Ermittlungen und Krisenmanagement bieten Sie ja auch Trainings im Mitarbeiter- und privaten Bereich an, zum Beispiel zum Thema ‚Deeskalation‘.
Sie können hier vermutlich in hohem Maß aus Ihrer langjährigen Berufserfahrung schöpfen als Kriminalhauptkommissarin, Personenschützerin und Krisenberaterin?

Antwort

Obwohl ich sowohl an der Waffe trainiert bin und Selbstverteidigungstechniken gelernt habe, sollte dies immer die letzte Option bleiben. In der Praxis hat sich immer wieder gezeigt, dass sich Übergriffe und Gewalt oftmals durch präventives und deeskalierendes Verhalten vermeiden lassen. Dabei ist es aber auch wichtig, zu erkennen, wann dies nicht mehr möglich ist und man sich selbst Sicherheit bringen sollte.

5

Ihr Coaching-Segment haben Sie in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Welche Themen sind hier vor allem angefragt?

Antwort

Die Themen können sehr vielfältig sein. So kann es sein, dass ein Manager Unterstützung bei Problemen im Team benötigt. Es kann aber auch um wichtige Entscheidungen im Berufs- oder Privatleben gehen oder aber um Ängste und Glaubenssätze, die oft sowohl beruflich als auch privat behindern. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, welche nachhaltige Entwicklung Menschen durch den systemischen Coachingprozess machen.

Heike Glaßner

Ich bin Diplom-Verwaltungswirtin seit mehr als 30 Jahren im Bereich Sicherheit, Risikomanagement und Training tätig – mit langjähriger Auslandserfahrung.

Durch meine Tätigkeit als Kriminalhauptkommissarin beim LKA Berlin und international als Sicherheitsberaterin für Unternehmen habe ich professionelle Kompetenzen für Ermittlungen, Krisenmanagement, Sicherheitskonzepte und -training entwickelt. Außerdem habe ich eine staatlich anerkannte Personenschutzausbildung in England absolviert und mich als Expertin für Friedensmissionen und als Krisenberaterin qualifiziert.

Ich bin diplomierter werteorientierter systemischer Master of Coaching sowie werteorientierter systemischer Master of BusinessCoaching. Und privat? ich liebe sportliche Action, Reisen und Herausforderungen – aber immer mit Sicherheit.

An den Anfang scrollen